Montag, 25. September 2017

Fort- & Weiterbildung

Struktursystemische Physiotherapie

Kursnummer

8607

Termin(e)

14.10. - 15.10.2017

Fortbildungspunkte (FP)

15

Unterrichtseinheiten (UE)

15

Gebühr

VPT-Mitglieder: 210,- €
Nichtmitglieder: 250,- €
Ersparnis: 40,- €

Unterrichtszeit

Samstag: 9:00 - 18:00 Uhr Sonntag: 9:00 - 13:00 Uhr

Kursleitung

Isabella Weise
vormals Günther
Physiotherapeutin, Wellnessberaterin IHK, Spa- und Wellnessmanagerin IHK

Anmeldung

Nutzen Sie das Anmeldeformular.

Beschreibung

„Säure-Basen-Haushalt“ und „Übersäuerung“:

Diese beiden Begriffe stehen in einem breiten medizinischen Spannungsfeld. Die Schulmedizin lehnt sie im Allgemeinen, vor allem jedoch in ihrem latenten Verlauf ab. Die Naturheilkunde verzeichnet dagegen signifikante Erfolge bei der Behandlung unterschiedlichster Symptome. Die (Pharma)-Industrie benutzt die Verwirrung und die Ängste der Menschen dahingehend, um ihre Umsätze in die Höhe zu treiben. Aber was steht hinter dieser auf den ersten Blick nicht klar definierten Terminologie?

Im hier ausgeschriebenen Kurs werden die häufigsten mit dem Begriff „Übersäuerung“ verwendeten Schlagworte aufgegriffen und diverse Thesen anhand klarer Fakten kontrovers diskutiert und abgehandelt.

Basis dafür sind die Vorgänge im menschlichen Organismus wie sie im Fachgebiet der Physiologie erforscht und bewiesen worden sind.

Zum Kursauftakt werden die grundlegenden Abläufe des menschlichen Säure-Basen-Haushaltes aufgezeigt und weiterführend in den Kontext genereller Stoffwechselabläufe gestellt.

Über diese Interaktionen werden im Folgenden unterschiedliche Thesen, die in der gängigen Fachliteratur publiziert werden, in Frage gestellt; einige dieser Behauptungen werden in das Land der Mythen verbannt. Andere wiederum lassen sich anhand der aus der Physiologie gewonnenen Erkenntnisse belegen und logisch nachvollziehen. Die Zweifel der Schulmedizin an dieser Thematik werden einer kritischen Betrachtung unterzogen, um zu einem fundierten individuellen Standpunkt zu finden.

Im Rahmen der Segmentanatomie wird aufgezeigt wie einzelne Systeme miteinander in Verbindung stehen und sich in ihrer Wirkungsweise wechselseitig beeinflussen. So können bestehende Symptome im muskuloskelettalen System nicht nur abhängig von einer Haltung (Biomechanik) oder einer Fehl – bzw. Überbelastung sein; ebenso können sie durch Vorgänge im Inneren ausgelöst oder aufrecht erhalten werden.

Die Grundlage hierfür ist zum einen die segmentale Innervation, die den menschlichen Körper abschnittsweise in ein Myotom, Sklerotom, Dermatom, Viszerotom, Angiotom unterteilt.

Zum anderen kann eine Verschiebung des pH-Wertes im Sinne von Form –und Funktionsveränderungen von Enzymen, Proteinen, Rezeptoren, Ionenkanälen und Transportern Behandlungserfolge in der Physiotherapie und klassischen Massagetherapie unterwandern – hierbei ist in der Therapie stets zu bedenken, dass alle Gewebetypen (Muskeln, Faszien, Sehnen, Organe, Nerven, usw.) in ihrer Arbeitsleistung von diesen Versorgungs – und Kommunikatiosstrukturen abhängig sind.

Ziel dieses Kurses ist es, die klassischen Techniken aus Physiotherapie und Massage in Verbindung mit diesen Vorgängen zu bringen. Innerhalb einer Therapieeinheit sollten sowohl die individuell betroffene Struktur (Muskel, Knochen, Gelenk) als auch die inneren Organe stabilisiert werden, die für übergeordnete Vorgänge zuständig sind und dadurch für Rezidive im Bewegungsapparat mit verantwortlich sein können.

Es werden sinnvolle Abläufe eingeübt, die innerhalb einer 20-minütigen Behandlung zum einen die individuellen Beschwerden des Patienten lindern sollen; zum anderen wird ganz gezielt in das zugeordnete innere Organ/den Säure-Basen-Wert des Blutes interveniert. Somit ergibt sich eine klar definierte Reizsetzung, die mit dem maximalen Nutzen und Effekt für eine Therapie einhergeht.

Folgende Strukturen werden im Rahmen dieser zwei Tage einen besonderen Stellenwert einnehmen: muskuläre Strukturen im Rahmen der thoracic outlets, M.diaphgragma, N.vagus, N.phrenicus. übergeordnete Zusammenhänge im Sinne der sogenannten anatomy trains nach T. Myers.

Auf die zentrale Stellung des vegetativen Nervensystems und vor allem des Sympaticus wird in diesem Zuge näher eingegangen.

Bereits bekannte Techniken aus der Atemtherapie, Griffe aus der Behandlung für Schulter-Nacken- Beschwerden (Zervicobrachialgie als Diagnose) sowie die therapeutischen Abläufe bei der vorliegenden Pauschaldiagnose „LWS-Syndrom“ finden sich in dieser Kombination mit reflektorischen Techniken zur Beeinflussung der Organsysteme wieder.

Das vorliegende Konzept ist insbesondere geeignet für Krankheitsabläufe bzw. Beschwerdebilder, in denen die Begriffe chronisch, degenerativ, multimorbide sowie progredient zum Tragen kommen; sie stellt eine multimodale Antwort auf diese Diagnose dar.

Effektivität wird hier als ursächlich und nachhaltig verstanden.

Zur Sprache kommen auch die Begriffe „Placebo“ und „Nocebo“, auf deren Basis veranschaulicht wird, wie wichtig es ist, dem Patienten aktiv Wissen über diverse Zusammenhänge zu vermitteln und als selbst-verantwortlichen Partner in der Therapie zu definieren.

Am Ende dieses Kurses ist die Identität der PHYSIO-Therapie als PHYSIO-logisches Konzept zur Prävention, Therapie und Rehabilitation klar begründet und verinnerlicht.

mitzubringen sind:                 Bequeme Kleidung, Schreibmaterial, Essen und Trinken für den Eigenbedarf

Veranstaltungsort(e)

Verband Physikalische Therapie
Albert-Schweitzer-Straße 1
30880 Laatzen
Geschäftsstelle Landesgruppe Niedersachsen
Login VPT Mitgliederbereich

VPT-Therapeutensuche

Aktuelle Mitgliederzeitung

VPT Mitgliederzeitschrift

Unsere Mitgliederzeitschrift

Weitere Informationen finden Sie auf www.vpt.de

Über 20.000 VPT-Mitglieder

VPT Landesgruppe

VPT Landesgruppe Niedersachen
Albert-Schweitzer-Str. 1 | 30880 Laatzen
Tel. 05 11 / 30 60 25 | Telefax 05 11 / 30 60 19
E-Mail: info@vpt-niedersachsen.de

Alle Landesgruppen im Überblick

Bildung zahlt sich aus

VPT Rechtstexte & Meldungsarchiv

Über 400 Literaturbesprechung und mehr als 700 Meldungen aus Recht und Praxis finden Sie in unserem Archiv auf www.vpt.de.