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26. März 2018

SHV | Therapeuten machen den Alltag von Patienten besser. Jetzt ist die Politik gefragt, den Alltag der Heilmittelerbringer zu verbessern.

SHV | Therapeuten machen den Alltag von Patienten besser. Jetzt ist die Politik gefragt, den Alltag der Heilmittelerbringer zu verbessern.
Foto: Jens Spahn/ Maximilian König

„Die Bürgerinnen und Bürger sollen spüren, dass sich was ändert“, betonte Jens Spahn in seiner ersten Regierungserklärung als Bundesminister für Gesundheit am 23. März 2018 im Deutschen Bundestag. Heilmittelerbringer wie beispielsweise Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister und Podologen sorgen mit ihrer Arbeit genau dafür – sie erhalten Arbeitsfähigkeit, vermeiden Pflege und verbessern täglich die Lebensqualität von Millionen von Menschen in Deutschland.

Doch die wohnortnahe Versorgung mit Heilmitteln ist aufgrund von rasant zunehmendem Fachkräftemangel schon heute teilweise gefährdet. Wartezeiten für Behandlungstermine oder fehlende Kapazitäten für dringend erforderliche Hausbesuche sind in der therapeutischen Patientenversorgung bereits die Regel. Diese Situation wird sich weiter verschärfen, das zeigen beispielsweise die aktuellen vdek-Gesundheitsdaten 2017/2018: Erstmals ist die Zahl der niedergelassenen Heilmittelerbringer in Deutschland um 0,7 Prozent auf 76.395 gesunken.

Wir nehmen den Minister beim Wort und setzen auf eine schnelle Umsetzung erforderlicher Verbesserungen für uns Heilmittelerbringer“, erklärt Andrea Rädlein, stellvertretende Vorsitzende des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV).

Bereits Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung angekündigt, eine zentrale Forderung des SHV umzusetzen: Die Ausbildung soll für alle Gesundheitsberufe kostenfrei werden. Die Kanzlerin geht sogar noch einen Schritt weiter und kündigt eine Ausbildungsvergütung für diese Berufe an. Um die therapeutische Patientenversorgung auch in Zukunft sicherzustellen reicht das aber nicht aus. Schon heute fehlen Mitarbeiter in den Therapiepraxen, um den Therapiebedarf zeitnah und dauerhaft zu decken. Die vielen offenen Stellen bleiben immer länger unbesetzt (aktuell durchschnittlich 151 Tage!). Ein Grund dafür ist, dass beispielsweise immer mehr Therapeuten aufgrund des geringen Einkommens, der stetig steigenden Arbeitsbelastung und fehlender Karrieremöglichkeiten aus dem Beruf aussteigen. „Wir brauchen auch in dieser Legislaturperiode spürbare Maßnahmen, um die Therapieberufe attraktiver zu machen“, erklärt Andrea Rädlein.

Der SHV fordert deshalb höhere Einkommen, mehr Autonomie in der Berufsausübung und bessere Entwicklungsperspektiven in der Branche durch die Akademisierung.

Mit einer dauerhaften Entkoppelung von der Grundlohnsummenbindung für Vergütungsverhandlungen, dem Direktzugang zum Therapeuten und einer Entfristung der Modellstudiengänge werden die Gesundheitsberufe attraktiver. Das sichert die therapeutische Patientenversorgung und verbessert den Alltag vieler Menschen und den der Therapeuten ganz konkret. „Wir setzen auf den Tatendrang der neuen Regierung und darauf, dass neue Gesetze die therapeutische Versorgung in Deutschland sichern“, betont Andrea Rädlein.

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